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Um eine Münze oder Gedenkprägung herzustellen, benötigt man zuerst eine Zeichnung und einen vergrößerten, dreidimensionale Entwurf des Motivs, d.h. ein Modell aus Gips. Das Gipsmodell wird mit feinen Werkzeugen bearbeitet, bis es dem als Zeichnung vorliegenden Entwurf entspricht.
Hat der Gips seine endgültige Gestalt erreicht, wird er mittels moderner Computertechnik abgetastet. Eine Gravier-Fräsmaschine (CNC-gesteuert) fräst den herzustellenden Prägestempel in der erforderlichen Größe (Urmatrize).
Die Graveure arbeiten die Urmatrizen nach, um Abbildungsfehler und Ungenauigkeiten auszuschließen. Aus einer Urmatrize wird eine Arbeitspatrize (Positivdarstellung) hergestellt (abgesenkt), aus der dann die später benötigten Prägestempel (Matrizen, Negativdarstellung) erstellt werden. Die Prägestempel bestehen aus besonderen Werkzeugstählen, die gehärtet und mehrfach angelassen (entspannt) werden, um arbeitstauglich (belastungsfähig) zu sein.
Ein Arbeitsstempel wird noch individuell nachbearbeitet (geschliffen und poliert), um sicherzustellen, dass sich die erwünschten Effekte, z.B. matte oder hochglänzende Flächen, auch in entsprechender Weise auf der Münze wiederfinden. Die Arbeitsstempel werden grundsätzlich hartverchromt, um die Oberflächen von Münzen und Medaillen in der geforderten Qualität prägen zu können und um den Prägestempel vor zu schneller Abnutzung zu schützen. Ein Arbeitsstempel für Umlaufmünzen hält durchschnittlich einen Arbeitstag.
Die Mitarbeiterin kontrolliert während der Bearbeitung regelmäßig mit einer Lupe, ob der Arbeitsstempel den Qualitätsanforderungen entspricht.
Quelle: Münze Berlin
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